Jahresheft für Literatur und Kunst
Bodensee-Allgäu-Oberschwaben-Ostschweiz-Vorarlberg

regional

radikal

randständig

  • Heft 2016
  • 2016 Region

    Gibt’s doch gar nicht? Dass einer sein Haus auf die Schultern lädt und einfach losläuft. Dass seeabwärts in Romanshorn ein Blechboot eintrifft, ein Pferd in der nachtblauen Nacht zum Fenster herein schaut und gefragt wird, wem Tübingen gehört. Gibt es doch! Seit der dritte Mauerläufer geschlüpft ist. Der Schwerpunkt des Jahreshefts für Literatur und Kunst liegt diesmal auf dem Thema Region. In sechs Kapiteln trifft sich alles, was Beine oder Wurzeln hat (oder hatte). Hier stößt Neueingesessenes auf Alteingesessenes, im Kopf oder sonstwo Verhaftetes auf heillos Geflüchtetes. Hier werden die Scheren im Kopf stumpf, hier wird grundlos geschielt. Und ein Pfarrer hat Angst, von der Kanzel zu fallen. Über das geschriebene Wort von 42 AutorInnen ergießt sich Kunst. Ausgeschüttet von Grafikerin Eva Hocke, die 16 KünstlerInnen mit ins Boot geholt hat. Sie haben malerische Sendemasten in der Landschaft für die Nachwelt festgehalten. Haben Bremsspuren in den Himmel gezeichnet und viele, viele Monde. Und lassen uns sogar in ihr Poesiealbum blicken.


    Preis 14 EUR / 14 CHF

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    Text folgt!


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  • Heft 2015
  • 2015 Chaos und Ordnung

    Da ist denn nun die Luft raus!
    Plattgefahren unser Erdball. Von einem Panzer? Oder einem Müllwagen? Oder zum Fladen gepresst von einem Stempel aus einem Amt, das für Ordnung sorgen soll? Was für ein Chaos!
    Da sind die Südstaaten der USA weggefaltet und Washington DC ist in die Karibik gekippt.
    Oder eine Chance? Ein Weg zur Völkerverständigung? So nah sind sich Russland und Gibraltar noch nie gewesen.
    Ist nicht vielleicht dieser ordentlich platzsparend, müllvolumen meidend zusammengefaltete blaue Planet die bessere Variante? Können wir nicht endlich verzichten auf die prall arrogant aufgeblasene Version? Und zurückkehren zu jenem ordentlichen Weltbild, in dem die Erde eine Scheibe war? Ist ja doch nur Luft drin.
    Weitaus mehr als Luft ist zwischen Titel- und Rückblatt dieses Heftes. Da erwartet den Leser ein explosives Gemisch aus ordnungunordnung auf dem Schreibtisch, im eigenen Ich, im Ich und Du und, ach, im endlosen Kampf für und gegen die Ordnungshüter auf dieser Scheibe.


    Preis 12 EUR / 12 CHF

  • Heft 2015
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    I


    Zettel sind Papiere, die du verlegt hast


    Hans Gysi zettel I
    Heribert Kuhn Die Soennecken-Feder
    Anna Breitenbach schwerer Sturz
    Beate Rothmaier Alles in Ordnung
    Keller+Kuhn Wichtiger Brief
    Irène Bourquin Fluchtrede
    Hajo Fickus Der kleine Pan


    II


    Aufräumen ist das Ende der Schuld.
    Und Kirschen wachsen am besten auf kiesigen Böden


    Hanspeter Wieland Walter Dorst: Ordnung schaffen
    Hippe Habasch die sauberen dörfer
    Christa Ludwig Die Erde ist eine Scheibe
    Hans Gysi Kleine Schäden
    Hans Gysi viele
    Nina Neumann Es
    Kurt Aebli Was ich klar sehe jetzt
    Kurt Aebli Im Großen und Ganzen
    Kurt Aebli Einer, der weiß
    Zsuzsanna Gahse Der Zuschauer weiß etwas


    III


    Aber: Was will die Frau


    Hans Zengeler Einbruch
    Björn Kern Unter Null
    Monika Helfer Beginnende Migräne
    Thommie Bayer Zannipolo
    Jürgen-Thomas Ernst Wilfried Waltersdorfer
    Stephan Alfare Haben Sie Fernwärme?
    Stephan Alfare Frische Scheine
    Silke Nowak Mit viel Zucker
    Johanna Walser Vermeer
    Jürgen Weing eine frage: wozu kunsten?


    IV


    Well uff gaanz Welt wettet mir so naalange


    Hermann Kinder Adorno wusste nicht, dass es in Wuppertal keine Kunst ist, Chaos in die Ordnung zu bringen.
    Peter Blickle Die Ohrfeige
    Jochen Kelter Offener Brief an den Ministerpräsidenten
    Winfried Kretschmann Antwortbrief
    Rudolph Bauer Ordnung adieu, willkommenes Chaos
    Hanspeter Wieland Was zu befürchten war, ist passiert
    Hajo Fickus rein in den mund raus aus dem mund
    Niels Zubler IS
    Michael Ledeen Es lebe das Chaos. Hoi, Hallo, wer mir sint? Nämlig seller Wirbelwint. The War Against the TerrorMasters!
    Katrin Seglitz Das Gelbe Kamel


    V


    Belgrad ist wie jedes beliebige Oldenburg


    Stephan Alfare Hier und sonst wo
    Irène Bourquin Die Klause
    Jürgen Weing sitzen an bänken
    Oliver Kohring Die Juden in meinem Viertel
    Stefan Keller Canton Sentis
    Chris Inken Soppa Jeder Name ein Stück Süßigkeit
    Zsuzsanna Gahse Sehen, Hören
    Jochen Kelter Des Wortes Schutz


    Quer in der Medienlandschaft

    Jochen Kelter


    Werke, Zeichnungen & Fotografien von


    Moritz Baumgartl
    Antonius Conte
    Jan Vermeer van Delft
    Felix Droese
    Eva Hocke
    Nataly Hocke
    Fabian Karrer
    Felix Kapfer
    Stefan Keller
    Kinderzeichnungen
    D.A.Marbach
    Reinhilde Meschenmoser
    Frank Müller
    Daniel Poppele
    Matthias Reinhold
    Simone Rueß
    Julia Wenz


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  • Heft 2015
  • 2014 Gebärdensprache

    Oh, was ist das für ein Mann? Hübsch ist der ja nicht grade. Und Stützstrümpfe hat er auch noch an. Darf man sowas überhaupt aufs Cover bringen? Ist das der Mauerläufer? Kann man mit Stützstrümpfen überhaupt auf Mauern laufen? Man kann. Man kann alles, wenn man will. Man kann sogar fremde Sprachen erlernen, wenn man will. Oder muss, wie bei der Gebärdensprache. Schließlich ist man nicht ganz freiwillig taub und stumm auf die Welt gekommen. Auch nicht in Stützstrümpfen. Man könnte sich jetzt bei Gott beschweren. Aber man könnte auch ein Heft machen. Über Gebärdende. Über die Anmut einer Sprache, die keiner spricht. Über Ruhstraßen und Geräuschemacher. Über kräftiges Winken. Und Schwimmen lernen im Bodensee. Man könnte. Man kann.


    Preis 12 EUR / 12 CHF

  • Heft 2015
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    Und winken Sie kräftig, das macht man hier so!


    Hanspeter Wieland Besuch in der Haslachmühle
    Katrin Seglitz Gespräch mit Sandra am 5.2.2014
    Sabine Ailinger Mehr Gebärdensprache
    Felicitas Andresen Let learning the signs be enjoyable!
    Katrin Seglitz Stimmen sehen
    Christa Ludwig Treffen im Vers
    Ulrike Blatter Vereinzelt Farbe – Niederschläge möglich


    Die Ruhstraße war lang


    Hanspeter Wieland D Mensche sin lout
    Katrin Seglitz Er bevorzugt schmutzige Töne
    Claudia Scherer me schwätzt it
    Udo Weigelt Die Anderen
    Monika Taubitz Sprachlos
    Claudia Scherer wart no
    Hippe Habasch schafskinder
    Claudia Scherer en bäre
    Peter Salomon Bär
    Katrin Seglitz Sein Lachen wurzelte in den Fußsohlen
    Bruno Epple Im Buchenwald


    Ich lernte im Bodensee endlich ein bisschen schwimmen


    Joachim Wieland Sonnenbaden
    Zsuzsanna Gahse Der Himmel über dem Bodensee
    Peter Salomon Albino-Blutkörperchen
    Martin Stockburger Das Lesen der Tage
    Chris Inken Soppa Schwanenfüße
    Peter Höner Chidima
    Beat Brechbühl Egnach
    Jochen Kelter Verortung
    Claudia Scherer pfe
    Peter Blickle Rotach


    Die vielen lieben Gäste im Haus


    Hermann Kinder Die vielen lieben Gäste im Haus
    Peter Salomon Autopsie
    Heinrich Kuhn Ein Männlein steht im Walde
    Hippe Habasch nichts geht mehr
    Peter Salomon Berlin Landhausstraße 1955
    Claudia Scherer ins gsicht
    Hanspeter Wieland Große Herausforderung


    Wir haben noch Zeit


    Walter Neumann Bericht von einem Abschied
    Stefanie Kemper Menschen im Lepradorf
    Oliver Gassner Hunger
    Peter Renz Legenden des Zufalls
    Peter Salomon Die Volksgemeinschaft
    Dagmar Rosner Der Geschmack der Kindheit
    Joachim Wieland Starkes Feuerzeug
    Tine Steinhauser Am Mittwoch im Schatten
    Jochen Kelter Auf dem Grund der Zeit


    Werke, Zeichnungen & Fotografien von


    Bruno Epple
    Hippe Habasch
    Eva Hocke
    Gerold Jäggle
    Hermann Kinder
    Christiane Liptak
    Frank Müller
    Rolf Pfänder
    Katrin Seglitz
    Wynrich Zlomke


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Wir freuen uns über Heftbestellungen per E-Mail unter bestellung@mauerlaeufer.org

  • Ich habe mich für den Mauerläufer …

    entschieden, weil er Mauerläufer heißt, obwohl er erstens nicht auf Mauern läuft, sondern Felswänden und zweitens überhaupt nicht läuft, sondern hüpft. Dass er sich trotzdem Mauerläufer nennt, will also nicht Ort und Fortbewegung beschreiben, vielmehr erklärt er damit seine Zugehörigkeit zu jenen, die wirklich auf Mauern laufen, damit solch zweifelhafte Bauwerke, die statt Gemeinsamkeit Trennung zum Ziel haben, nicht nur über-, sondern auch unterlaufen, er zeigt seine Geistesverwandtschaft mit allen, die sich für eine Heimat im „Dazwischen“ entschieden haben, zwischen verfeindeten Völkern, zwischen gegenteiligen Meinungen, Auffassungen, Systemen, Ideologien. Und da wir ja wissen, dass Vögel die Augen seitlich am Kopf haben, fällt sein Blick immer auf beide Seiten zugleich, sieht er Sätze und Gegensätze. So läuft, nein, hüpft er dahin.


    Christa Ludwig

  • Ich denke, daß alle, die …

    an diesem Projekt Mauerläufer mitarbeiten, ganz unterschiedliche Vorstellungen davon haben, wohinein sie da ihre Kraft und ihre Erfahrungen bringen.


    Was nun für mich der Mauerläufer bedeutet ist folgendes:
    ich möchte damit etwas für mein Bündnis tun – es ist ein innerer Bund – mit all den Behinderten und Verhinderten, die mir zeitlebens quasi und alle zusammen lieber sind als die, die die Hoheiten innehaben der Planungen, der Informationen, der Deutungen, der Entscheidungen. Das sei mein Mauerläufer.


    Zugespitzt gesehen, geht es bei meinem Mauerläufer nicht um Literatur und Kunst, vielmehr ums Gegen-den-Strom-Schwimmen. Das ist leicht gesagt, vor allem in dieser gängigen Formulierung: gegen den Strom, mainstream. Das klingt wohlfeil, ist aber schwer. Viel Wasser und ein Einzelner, der dagegen halten will! Schnell fühlt man sich da verzagt, kraftlos, alt. Und wenn man dann noch alt ist! O jerum, aber da sag ich, was auch andere Ältere zu allen Zeiten gern sagen: mein Herz ist aber doch noch jung. Was aufs Heftlemachen bezogen will heißen: ich hab doch die aktuellen Themen, die brennen… Schaut nach! – im Mauerläufer.


    In dieser verkehrt brummenden Welt, in der bis in ihre einzelnen Gemeinden hinein, ständig nur abgerissen und wieder aufgebaut wird, in all der Aussichtslosigkeit des Einstehens gegen z.B. TTIP, Ausspioniererei, Daten-Sammlerei, Gesundheitsversicherungskärtchen, gegen all diese Torheiten und Kriegserklärungen gegen mein Gemüt und meinenVerstand, dennoch Mensch bleiben zu wollen, dafür steht mein Mauerläufer.


    Und Mensch sein heißt Widerstehen.


    Hanspeter Wieland

  • Für mich ist der Mauerläufer …

    ein lockerer und frecher Vogel, ein Hüpf ins Feld, ein Guck in die Welt, ein Pfeif auf was. Traumtänzer auch. Spaßvogel. Schöner Vogel. Eigensinniger Vogel. Hält sich nicht an die Tischsitte „mit vollem Munde spricht man nicht“. Denn bei der Aufzucht seiner Jungen singt er, egal, ob er den Schnabel voll Futter hat oder nicht. Ehrlich. Klasse Vogel.


    Hippe Habasch

Literatur / Tuba / Brummkreisel
Do / 6. Oktober 2016 / 20 Uhr
Stadtbücherei Wangen im Allgäu / Postplatz 1
Es lesen: Hippe Habasch / Stefanie Kemper / Tine Steinhauser / Jürgen Weing
Es spielt: Bernhard T. Klein

 

Do / 29. September 2016 / 19.30 Uhr
Konstanz / Kulturzentrum am Münsterplatz
Es lesen: Constanze Hotz / Jochen Kelter / Christa Ludwig
Eintritt: 5 / 3 Euro

Veranstalter: Internationaler Bodensee-Club e.V.
Mit freundlicher Unterstützung:
Kulturbüro Konstanz
Förderkreis deutscher Schriftsteller Baden-Württemberg
Internationaler Bodensee-Club Konstanz Westlicher Bodensee e.V.

Mauerläufer, Tichodroma muraria, seltener Vogel. Bei näherem Hinschauen jede Menge Assoziationen zur seltenen Spezies der Schriftsteller. Wir denken an die Mauern, die überwunden werden wollen oder gegen die man anrennt. An das Brüten in großen Höhen, um dann irgendwann wieder in die Niederungen herabzusteigen. An die nicht immer einfache Nahrungssuche. Nicht zu vergessen die ungewöhnliche Schönheit des Mauerläufers, wo sich natürlich auch zahlreiche Schnittstellen ergeben. Aus der ornithologischen Beschreibung in Wikipedia zitieren wir das Schiefergrau des Vogels, „der im Sitzen fast mausähnlich“ wirkt. Um dann unverzüglich das wunderbare Rot hinterher zu schicken, das nur sichtbar wird, wenn er die Flügel spreizt. An den Vergleich „fliegende Alpenrose“ (Schweizer Vogelwarte) könnten wir uns gewöhnen. Und konstatieren – die schwarze Kehle der Männchen außen vor lassend – dass auch wir besonders lange Zehen haben und einen gebogenen Stocherschnabel. Oder zumindest gerne hätten.

Mauerläufer

Wir danken für die großzügige Förderung

Mauerläufer 2016

Literaturstiftung Oberschwaben

Thurgau Lotteriefonds

Oberschwäbische Elektrizitätswerke (OEW)



Mauerläufer 2015

IBK-Begegnungsprojekt

Thurgau Lotteriefonds

Oberschwäbische Elektrizitätswerke (OEW)

Kulturbüro Konstanz

Literaturstiftung Oberschwaben



Mauerläufer 2014

Kunst und Kulturstiftung des Bodenseekreises

Oberschwäbische Elektrizitätswerke (OEW)

Kulturbüro Konstanz

Literaturstiftung Oberschwaben

Mauerläufer ist hervorgegangen aus einer Initiative von AutorInnen rund um den Bodensee. Mauerläufer ist ein Basisprojekt, die Redaktion arbeitet ehrenamtlich. Sie ist nicht nur i.S.d.P. verantwortlich für den Inhalt.

Herausgeber / Redaktion Hippe Habasch, Eva Hocke (Gestaltung), Jochen Kelter, Christa Ludwig, Katrin Seglitz, Hanspeter Wieland

Anschrift der Redaktion Katrin Seglitz, Federburgstraße 94, 88214 Ravensburg, katrin.seglitz@gmail.com
Für unaufgefordert eingesandte Manuskripte wird keine Haftung übernommen.

Bestellung Eva Hocke, Schützenstraße 33, 88348 Bad Saulgau, Tel. 07581/6261, bestellung@mauerlaeufer.org

Bankverbindung Deutschland Hanspeter Wieland, Sparkasse Bodensee,
KTO 249 740 65, BLZ 690 500 01, IBAN DE 31 690 500 01 00 249 740 65

Bankverbindung Schweiz Jochen Kelter, Raiffeisenbank Tägerwilen,
IBAN CH 94 8141 2000 0082 5676 5

Erscheinungsweise einmal im Jahr.